Schnitt & Pflege

Drei-Schnitt-Technik

Ein schwerer Ast, der beim Absägen abreißt, schält die Rinde meterweit in den Stamm – ein schwerer Schaden. Die Drei-Schnitt-Technik verhindert das mit …

4 Min. Lesezeit Schnitt & Pflege Trier & Luxemburg

Ein schwerer Ast, der beim Absägen abreißt, schält die Rinde meterweit in den Stamm – ein schwerer Schaden. Die Drei-Schnitt-Technik verhindert das mit drei einfachen Schritten.

Schnitt 1Entlastung von unten
Schnitt 2Trennschnitt von oben
Schnitt 3Feinschnitt am Astring
Zweckkein Ausreißen der Rinde

Die drei Schritte

  1. Entlastungsschnitt: von unten, ca. 20–30 cm vom Stamm entfernt, etwa ein Drittel in den Ast.
  2. Trennschnitt: von oben, etwas weiter außen – der Ast bricht sauber ab, ohne die Rinde aufzureißen.
  3. Feinschnitt: der verbliebene Stummel wird exakt am Astkragen abgesetzt.
Astring SchnittSeitenansicht eines Astansatzes mit korrekter Schnittlinie am Astkragen sowie zwei falschen Varianten.Schnittführung am AstringAstkragen (nicht verletzen)AstrindenkragenRichtig: knapp vor dem AstkragenZu glatt: verletzt den StammStummel: stirbt ab, fault einNur hier überwallt die Wunde sauber unddie Abschottung bleibt intakt.astrein-trilux.de
Der korrekte Schnitt sitzt knapp vor dem Astkragen.

Warum drei Schnitte?

Würde man den schweren Ast in einem Zug am Stamm absägen, reißt sein Gewicht die Rinde unterhalb der Schnittstelle ab. Der Entlastungsschnitt nimmt dem Ast vorher das Gewicht – die Wunde bleibt klein und sauber.

Häufige Fragen

Wie sägt man einen schweren Ast richtig ab?

Mit der Drei-Schnitt-Technik: erst ein Entlastungsschnitt von unten, dann der Trennschnitt von oben etwas weiter außen, zuletzt der Feinschnitt des Stummels am Astkragen.

Warum reißt ein Ast beim Absägen aus?

Weil sein Eigengewicht ihn abbrechen lässt, bevor der Schnitt durch ist – dabei schält die Rinde in den Stamm. Der vorherige Entlastungsschnitt von unten verhindert das.

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