Krankheiten & Schädlinge

Eichenprozessionsspinner

Kein anderer Baumschädling ist zugleich ein Gesundheitsproblem für den Menschen: Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners lösen Hautausschläge und …

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Kein anderer Baumschädling ist zugleich ein Gesundheitsproblem für den Menschen: Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners lösen Hautausschläge und Atemreizungen aus – auch noch Jahre später.

Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners am Eichenstamm mit Raupen
Weißes Gespinstnest und Raupen-Prozession an einer Eiche – so sieht der Befall aus.
TypSchmetterlingsraupe
WirtEiche
GefahrBrennhaare (Thaumetopoein)
AktivMai bis Juli

Steckbrief

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein an Eichen lebender Nachtfalter. Seine Raupen ziehen in den typischen „Prozessionen“ – Kopf an Hinterleib – über Stamm und Äste und legen an Stamm und Astgabeln auffällige weiße Gespinstnester an.

Die eigentliche Gefahr: die Brennhaare

Ab dem dritten Larvenstadium tragen die Raupen Tausende mikroskopisch feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein. Bei Kontakt oder über die Luft verursachen sie:

Woran man ihn erkennt

Für den Baum ist die Entlaubung meist nicht tödlich – das Hauptproblem ist die Gefahr für Menschen und Tiere.

Richtig handeln – niemals selbst entfernen

Häufige Fragen

Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner für Menschen?

Seine Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das Hautausschläge, Augenreizungen und Atembeschwerden auslöst, selten allergische Schockreaktionen. Auch alte, leere Nester bleiben über Jahre gefährlich.

Darf ich die Nester selbst entfernen?

Nein. Beim Entfernen werden massenhaft Brennhaare freigesetzt. Das gehört in die Hände einer Fachfirma mit Saugtechnik und Schutzausrüstung. Befallene Bereiche sollten bis dahin abgesperrt werden.

Stirbt die Eiche durch den Befall?

Meist nicht. Der Kahlfraß schwächt die Eiche zwar, doch sie treibt in der Regel wieder aus. Das vorrangige Problem ist die Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere, nicht der Baumschaden.

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