Die Massariakrankheit ist heimtückisch: Ihr Schadbild liegt oben auf dem Ast, vom Boden kaum sichtbar – und befallene Äste brechen oft, bevor jemand etwas bemerkt.

Steckbrief
Die Massariakrankheit wird vom Pilz Splanchnonema platani verursacht und tritt vor allem an Platanen in Städten und Alleen auf. In trocken-heißen Jahren nimmt sie deutlich zu.
Das Schadbild
- Längliche Rindennekrosen auf der Astoberseite, anfangs rötlich-violett, später graubraun.
- Rasches Absterben oft mehrere Meter langer Äste.
- Schnell brüchiges Holz unter der befallenen Rinde.
Warum sie so gefährlich ist
Befallenes Holz verliert sehr schnell seine Festigkeit. Die Folge ist ein plötzlicher Astabbruch – häufig ohne Vorwarnung und bei scheinbar noch belaubten Ästen. Damit ist die Massariakrankheit vor allem ein Verkehrssicherheits-Thema an stark frequentierten Standorten.
Richtig handeln
- Engmaschige Kontrolle gefährdeter Platanen, gezielt der Astoberseiten.
- Befallene Äste zeitnah entfernen.
- Vitalität stärken (Wasserversorgung), da Trockenstress den Befall fördert.
Häufige Fragen
Warum ist Massaria so gefährlich, obwohl der Baum gesund aussieht?
Weil das befallene Holz sehr schnell brüchig wird und die Nekrose oben auf dem Ast liegt – vom Boden kaum sichtbar. Äste brechen dadurch oft plötzlich ab, während die Krone noch grün wirkt.
Wie wird Massaria kontrolliert?
Da das Schadbild auf der Astoberseite sitzt, reicht der Blick vom Boden nicht. Nötig ist eine Kontrolle aus der Höhe per Seilklettertechnik oder Hebebühne, vor allem an stark genutzten Standorten.
Nimmt Massaria zu?
Ja. Hitze und Trockenstress fördern die Krankheit, weshalb sie mit dem Klimawandel an Bedeutung gewinnt – besonders bei Stadt- und Alleeplatanen.