Krankheiten & Schädlinge

Massariakrankheit

Die Massariakrankheit ist heimtückisch: Ihr Schadbild liegt oben auf dem Ast, vom Boden kaum sichtbar – und befallene Äste brechen oft, bevor jemand etwas …

5 Min. Lesezeit Krankheiten & Schädlinge Trier & Luxemburg

Die Massariakrankheit ist heimtückisch: Ihr Schadbild liegt oben auf dem Ast, vom Boden kaum sichtbar – und befallene Äste brechen oft, bevor jemand etwas bemerkt.

Längliche braune Rindennekrose auf der Oberseite eines Platanenastes (Massaria)
Die typische längliche Nekrose auf der Astoberseite – nur von oben sichtbar.
ErregerSplanchnonema platani
WirtPlatane
Gefahrplötzlicher Astabbruch
Begünstigt durchTrockenstress

Steckbrief

Die Massariakrankheit wird vom Pilz Splanchnonema platani verursacht und tritt vor allem an Platanen in Städten und Alleen auf. In trocken-heißen Jahren nimmt sie deutlich zu.

Das Schadbild

Warum sie so gefährlich ist

Befallenes Holz verliert sehr schnell seine Festigkeit. Die Folge ist ein plötzlicher Astabbruch – häufig ohne Vorwarnung und bei scheinbar noch belaubten Ästen. Damit ist die Massariakrankheit vor allem ein Verkehrssicherheits-Thema an stark frequentierten Standorten.

Richtig handeln

Häufige Fragen

Warum ist Massaria so gefährlich, obwohl der Baum gesund aussieht?

Weil das befallene Holz sehr schnell brüchig wird und die Nekrose oben auf dem Ast liegt – vom Boden kaum sichtbar. Äste brechen dadurch oft plötzlich ab, während die Krone noch grün wirkt.

Wie wird Massaria kontrolliert?

Da das Schadbild auf der Astoberseite sitzt, reicht der Blick vom Boden nicht. Nötig ist eine Kontrolle aus der Höhe per Seilklettertechnik oder Hebebühne, vor allem an stark genutzten Standorten.

Nimmt Massaria zu?

Ja. Hitze und Trockenstress fördern die Krankheit, weshalb sie mit dem Klimawandel an Bedeutung gewinnt – besonders bei Stadt- und Alleeplatanen.

Zurück zum Glossar