Bricht ein Ast oder der Stamm? Die Bruchsicherheit beantwortet diese Frage – und ist neben der Standsicherheit die zweite Säule jeder Verkehrssicherheits-Beurteilung.
Was Bruchsicherheit bedeutet
Die Bruchsicherheit beschreibt, wie gut Stamm und Äste der Biegelast aus Eigengewicht und Wind standhalten, ohne zu brechen. Versagt sie, kommt es zum Windbruch. Sie betrifft den oberirdischen Baum – im Gegensatz zur Standsicherheit (Wurzel-Boden-Bereich).
Was sie schwächt
- Fäule und Höhlung (entscheidend: die Restwandstärke t/R),
- Risse und eingewachsene Rinde (Druckzwiesel),
- ungünstige Hebel durch lange, schwere oder einseitige Äste,
- ein hoher Schlankheitsgrad.
Häufige Fragen
Was ist Bruchsicherheit?
Der Widerstand von Stamm und Ästen gegen Bruch unter Eigen- und Windlast. Versagt sie, bricht ein Ast oder der Stamm (Windbruch). Maßgeblich ist u. a. die Restwandstärke.
Wie beurteilt man die Bruchsicherheit?
Visuell über Defektsymptome (Pilze, Risse, Höhlungen) und bei Verdacht apparativ – etwa mit Resistograph oder Schalltomograph zur Bestimmung der Restwandstärke, ggf. mit Zugversuch.