Ein mächtiger, fächerartiger Pilzfuß am Stammfuß einer alten Buche ist ein Alarmzeichen: Der Riesenporling zerstört die Grobwurzeln – und nimmt dem Baum den Halt im Boden.

Steckbrief
Der Riesenporling (Meripilus giganteus) befällt vor allem die Rotbuche, gelegentlich Eiche oder Ahorn. Er bildet am Stammfuß und über den Wurzeln große, auffällige Fruchtkörper.
Woran man ihn erkennt
- Große, rosettenartig angeordnete, fächer- bis zungenförmige Hüte am Stammfuß, oft mehrere Kilogramm schwer.
- Hell- bis gelbbraune Oberseite, die bei Berührung und im Alter schwärzt.
- Erscheint vor allem im Spätsommer und Herbst.
Welchen Schaden er anrichtet
Der Riesenporling verursacht eine Weißfäule der Grobwurzeln. Die Verankerung im Boden lässt nach, ohne dass die Krone unbedingt Symptome zeigt – die Folge ist eine erhöhte Windwurfgefahr.
Richtig handeln
- Fachliche Standsicherheitsbeurteilung, ggf. mit Zugversuch.
- Engmaschige Kontrolle, besonders vor der Sturmsaison.
- Bei deutlichem Wurzelbefall ist die Fällung häufig die sichere Lösung.
Häufige Fragen
Ist der Riesenporling gefährlich?
Ja. Er zerstört die Grobwurzeln durch Weißfäule und gefährdet damit die Standsicherheit. Befallene Buchen können bei Sturm umstürzen, oft ohne deutliche Kronensymptome.
Muss eine befallene Buche gefällt werden?
Häufig ja, wenn der Wurzelbefall fortgeschritten ist. Entscheidend ist eine fachliche Beurteilung der Standsicherheit, gegebenenfalls mit einem Zugversuch.
Wann erscheint der Riesenporling?
Vor allem im Spätsommer und Herbst, als große rosettenartige Konsolen am Stammfuß. Sie schwärzen bei Berührung – ein gutes Erkennungsmerkmal.