Zwei gleich starke Stämmlinge, dazwischen eingeklemmte Rinde: Der Druckzwiesel ist eine der häufigsten und gefährlichsten Schwachstellen – eine Sollbruchstelle mit Ansage.
Was einen Druckzwiesel ausmacht
Bei einem Druckzwiesel gabelt sich der Stamm in zwei etwa gleich starke Teile, zwischen die Rinde eingewachsen ist. Weil dort kein durchgehendes Holz die Stämmlinge verbindet, ist die Gabel nur schwach zusammengehalten – sie „drückt“ sich auseinander.
Warum er gefährlich ist
Unter Wind- und Schneelast reißt der Druckzwiesel leicht auf, oft tief in den Stamm. Erkennbar ist er an der einwachsenden Rindenleiste und manchmal an einem Längsriss. Häufig hilft eine Kronensicherung, kombiniert mit Lastreduktion durch Einkürzen.
Häufige Fragen
Was ist ein Druckzwiesel?
Eine Stamm- oder Astgabel mit eingewachsener Rinde zwischen den beiden Teilen. Da keine feste Holzverbindung besteht, ist die Gabel stark einsturzgefährdet.
Was tun bei einem Druckzwiesel?
Fachlich beurteilen lassen. Häufig sichert man die Gabel mit einem Kronensicherungssystem und reduziert die Last durch Einkürzen; bei akuter Gefahr kann eine Fällung nötig sein.