Manche Gabelungen sehen kräftig aus und sind doch fragil: Wenn Rinde dazwischen eingewachsen ist, fehlt die tragende Holzverbindung – ein Rindeneinschluss.
Was ein Rindeneinschluss ist
Wachsen zwei Stämmlinge oder ein Ast und der Stamm sehr eng und steil aneinander, kann Rinde zwischen sie geraten und einwachsen. Diese eingewachsene Rinde verhindert, dass sich beide Teile über durchgehendes Holz verbinden – die Stelle bleibt schwach.
Warum das kritisch ist
Der Rindeneinschluss ist die Ursache des gefährlichen Druckzwiesels. Unter Last reißt die Verbindung leicht auf. Erkennbar ist er an einer einwachsenden, oft nach innen weisenden Rindenleiste. Maßnahmen reichen von Kronensicherung bis zur Lastreduktion.
Häufige Fragen
Was ist ein Rindeneinschluss?
Zwischen eng stehenden Stämmlingen oder am Astansatz eingeklemmte, eingewachsene Rinde. Sie verhindert eine feste Holzverbindung und macht die Stelle zur Sollbruchstelle.
Woran erkennt man eingewachsene Rinde?
An einer einwachsenden, oft nach innen gerichteten Rindenleiste in der Gabel, statt eines erhabenen Verbindungswulstes. Sie ist das Kennzeichen eines Druckzwiesels.