In klaren, eiskalten Winternächten kann es im Wald regelrecht knallen: Der Stamm reißt längs auf. Solche Frostrisse hinterlassen oft eine bleibende Narbe – die Frostrippe.
Wie ein Frostriss entsteht
Bei starkem Frost kühlt die Außenseite des Stammes schneller ab als das Innere und zieht sich zusammen. Die entstehenden Spannungen können den Stamm längs aufreißen – ein Frostriss, oft an der Südwest-Seite und mit einem hörbaren Knall.
Die Frostrippe
Der Baum überwallt den Riss, doch in kalten Wintern reißt er an gleicher Stelle wieder auf. Über die Jahre bildet sich ein wulstiger Überwallungsgrat – die Frostrippe. Sie bleibt eine Schwachstelle und eine mögliche Eintrittspforte für Fäule, weshalb sie bei der Kontrolle beachtet wird.
Häufige Fragen
Was ist ein Frostriss?
Ein Längsriss in Rinde und Holz, der durch Spannungen bei starkem Frost entsteht – wenn die Stammaußenseite schneller abkühlt als das Innere.
Ist eine Frostrippe gefährlich?
Sie ist meist nicht akut gefährlich, bleibt aber eine Schwachstelle und mögliche Fäuleeintrittsstelle. Bei der Kontrolle wird sie im Blick behalten.