Eine gut gesetzte Schnittwunde verschwindet mit den Jahren unter einem wachsenden Wulst. Diese Überwallung ist das Gütesiegel eines fachgerechten Schnitts.
Wie Überwallung funktioniert
Vom Wundrand her bildet das Kambium Kallusgewebe, das langsam über die Schnittfläche wächst, bis es sie schließt. Je kleiner und runder die Wunde – wie beim Schnitt am Astring –, desto schneller gelingt das.
Was sie beschleunigt
Förderlich sind Vitalität, ein Schnitt im Sommer (aktives Wachstum) und eine kleine Wundfläche. Große Wunden überwallen oft nur teilweise – das Restloch bleibt eine Fäulepforte. Wundverschlussmittel beschleunigen die Überwallung nicht.
Häufige Fragen
Was bedeutet Überwallung?
Das Überwachsen einer Wunde durch Kallusgewebe vom Rand her. Sie verschließt die Schnittfläche von außen – das Holz darunter wird abgeschottet, nicht repariert.
Wie überwallt eine Wunde am schnellsten?
Wenn sie klein und rund ist (Schnitt am Astring), der Baum vital ist und im wuchsstarken Sommer geschnitten wurde. Wundverschlussmittel helfen dabei nicht.