Ein toter Ast ist nicht nur Gefahr, sondern auch Lebensraum. Die Kunst der Baumpflege liegt darin, beides richtig abzuwägen: Sicherheit dort, wo Menschen sind – Natur, wo es geht.
Totholz als Sicherheitsrisiko
Über Wegen, Straßen, Spielplätzen und Sitzplätzen ist Totholz sicherheitsrelevant: Tote Äste können jederzeit ohne Vorwarnung abbrechen. Hier wird es im Rahmen der Verkehrssicherung entfernt; Stärke und Lage bestimmen die Dringlichkeit.
Totholz als Lebensraum
Gleichzeitig ist Totholz einer der artenreichsten Lebensräume überhaupt – für Käfer, Wildbienen, Pilze, Spechte und Fledermäuse. An sicheren Standorten lässt man es daher bewusst stehen oder schafft Hochstümpfe (Habitatbäume).
Häufige Fragen
Muss Totholz immer entfernt werden?
Nein. Über Verkehrsflächen ja, aus Sicherheitsgründen. An ungefährlichen Standorten ist Totholz ein wertvoller Lebensraum und darf bewusst erhalten werden.
Warum ist Totholz ökologisch wertvoll?
Weil zahllose Arten – Käfer, Wildbienen, Pilze, Spechte, Fledermäuse – darauf angewiesen sind. Totholz zählt zu den artenreichsten Strukturen im Baum.