Ein alter, höhlenreicher Baum ist kein Sanierungsfall, sondern ein Hochhaus für die Natur. Als Habitatbaum wird er gezielt erhalten – mit Augenmaß für die Sicherheit.
Was einen Habitatbaum ausmacht
Ein Habitat- oder Biotopbaum trägt ökologisch besonders wertvolle Strukturen: Specht- und Faulhöhlen, Spaltrisse, Totholz, Mulmtaschen, abstehende Rinde oder Misteln. Er beherbergt oft hunderte Arten und wird deshalb bewusst erhalten.
Sicherheit & Erhalt vereinen
An sicheren Standorten lässt man solche Bäume möglichst lange stehen. An kritischen Stellen kann man sie durch Kroneneinkürzung, das Schaffen von Hochstümpfen oder Veteranisierungsschnitte erhalten, statt sie ganz zu fällen. So lassen sich Verkehrssicherung und Naturschutz verbinden.
Häufige Fragen
Was ist ein Habitatbaum?
Ein Baum mit ökologisch wertvollen Strukturen wie Höhlen, Rissen, Totholz und Mulm, der gezielt erhalten wird, weil er zahlreichen Arten Lebensraum bietet.
Muss ein gefährlicher Habitatbaum gefällt werden?
Nicht unbedingt. Oft lässt sich die Gefahr durch Kroneneinkürzung, Hochstümpfe oder Veteranisierung entschärfen, sodass der Baum als Lebensraum erhalten bleibt. Sicherheit hat dort Vorrang, wo Menschen gefährdet sind.