Obst & Streuobst

Hochstamm

Der Hochstamm ist der Klassiker der Streuobstwiese: ein mächtiger Baum mit hohem Stamm, unter dem Vieh weiden kann – und der über Generationen Früchte und …

4 Min. Lesezeit Obst & Streuobst Trier & Luxemburg

Der Hochstamm ist der Klassiker der Streuobstwiese: ein mächtiger Baum mit hohem Stamm, unter dem Vieh weiden kann – und der über Generationen Früchte und Lebensraum schenkt.

Stammhöhe1,8–2,2 m astfrei
Lebensdauer50–100+ Jahre
Unterlagestarkwüchsiger Sämling
ErziehungOeschberg-Schnitt

Was einen Hochstamm ausmacht

Der Hochstamm hat einen astfreien Stamm von 1,8–2,2 m, erst darüber beginnt die große Krone. Diese Höhe erlaubt Mahd und Beweidung darunter und macht den Baum sehr langlebig – gut erzogene Hochstämme tragen über 100 Jahre.

StreuobstwieseQuerschnitt einer Streuobstwiese mit Kronenraum, Stammraum und Wiese sowie Pflanzabstand.Streuobstwiese: ein dreistöckiger Lebensraum8–12 mKronenraumBlüte, Früchte, Vögel, Fledermäuse, HöhlenStammraumHochstamm, Specht- & Insektenhöhlen, FlechtenWieseMagerwiese, Wildkräuter, Insekten, Beweidungastrein-trilux.de
Die Streuobstwiese als dreistöckiger Lebensraum.

Erziehung & Pflege

Hochstämme werden auf starkwüchsige Sämlingsunterlagen veredelt und meist nach dem Oeschberg-Schnitt erzogen: dominante Mitte, wenige Leitäste. Sie sind das ökologische und gestalterische Rückgrat jeder Streuobstwiese.

OeschbergSchema des Oeschberg-Kronenaufbaus mit dominanter Stammverlaengerung, Leitaesten und Saftwaage.Kronenaufbau nach OeschbergSaftwaage: Spitzen etwa auf einer Höhe~45°StammverlängerungLeitastEine dominante Mitte + 3–4 gleichmäßig verteilte Leitäste = stabile, lichte, langlebige Krone.astrein-trilux.de
Kronenaufbau mit dominanter Mitte und wenigen Leitästen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist ein Hochstamm?

Sein astfreier Stamm misst 1,8 bis 2,2 m, darüber beginnt die Krone. Diese Höhe erlaubt die Nutzung der Fläche darunter und macht den Baum langlebig.

Warum sind Hochstämme so wertvoll?

Sie werden sehr alt (oft über 100 Jahre), bilden wertvolle Habitatstrukturen und prägen die Kulturlandschaft – das Rückgrat der Streuobstwiese.

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