Die Borke ist die Rüstung des Baumes: eine tote, aber unverzichtbare Schutzschicht, die jeden Stamm einkleidet – und deren Muster oft schon aus der Ferne die Baumart verrät.
Was ist die Borke?
Die Borke ist die äußere, abgestorbene Rindenschicht älterer Bäume. Sie entsteht, wenn ein eigenes Bildungsgewebe (Korkkambium) nach außen Kork abscheidet; die äußeren Lagen sterben ab und werden zur schützenden Hülle. Darunter liegen lebende Rinde (Bast) und Kambium.
Wofür sie da ist
- Schutz vor Verdunstung und Austrocknung,
- Schutz vor Frost und Hitze (Isolierung),
- Schutz vor Schädlingen, Pilzen und Feuer,
- mechanischer Schutz des empfindlichen Kambiums.
Warum sie empfindlich ist
Wird die Borke verletzt – etwa durch Anfahren oder Steigeisen am lebenden Baum – liegt das Kambium frei und Fäulepilze dringen ein. Deshalb arbeitet man in Kronen mit Seilklettertechnik statt mit Steigeisen.
Häufige Fragen
Ist die Borke lebendig?
Nein. Die Borke ist die abgestorbene Außenschicht der Rinde. Lebendig sind die darunterliegenden Schichten – der Bast und das Kambium.
Warum ist die Borke jeder Baumart anders?
Weil Bildung und Abblättern des Korks artspezifisch verlaufen. Das ergibt die typischen Muster – von der glatten Buche bis zur tief gefurchten Eiche –, an denen man Arten erkennt.