Der wulstige Rand, der eine alte Schnittstelle langsam zuwächst, hat einen Namen: Kallus. Er ist das sichtbare Zeichen dafür, dass der Baum eine Wunde in den Griff bekommt.
Was ist Kallus?
Kallusgewebe ist ungeordnetes Wundgewebe, das vom Kambium am Wundrand gebildet wird. Es wächst von außen über die Schnittfläche – diesen Vorgang nennt man Überwallung. Der entstehende Wulst ist der „Kallus“.
Wann es gut gelingt
Kleine, runde Wunden am Astring überwallen am schnellsten, große und ausgefranste oft gar nicht vollständig. Vitale Bäume und der wuchsstarke Sommer beschleunigen den Prozess. Wichtig: Überwallung verschließt nur die Oberfläche – die eigentliche Abschottung im Inneren ist ein eigener Vorgang.
Häufige Fragen
Was ist Kallusgewebe?
Wundgewebe, das das Kambium am Rand einer Wunde bildet und das die Schnittfläche von außen überwächst. Der sichtbare Wulst heißt Kallus.
Heilt der Baum die Wunde durch Überwallung?
Nur an der Oberfläche. Der Kallus überwächst die Wunde, doch das geschädigte Holz im Inneren bleibt – es wird durch Abschottung eingekapselt, nicht repariert.