Im Zentrum vieler Stämme sitzt ein dunklerer, harter Kern – das Kernholz. Es leitet kein Wasser mehr, gibt dem Baum aber Rückgrat und trotzt der Fäule oft am längsten.
Was ist Kernholz?
Mit dem Alter stellt das innere Holz die Wasserleitung ein. Der Baum lagert dort Schutzstoffe (Gerb- und Farbstoffe, Harze) ein – es entsteht das Kernholz, oft dunkler gefärbt (Farbkern). Außen bleibt das lebende, wasserleitende Splintholz.
Festigkeit & Fäule
Kernholz trägt wesentlich zur Festigkeit bei und ist bei vielen Arten (Eiche, Robinie) durch die Inhaltsstoffe besonders fäuleresistent. Manche Bäume bilden keinen farbigen Kern (Reifholzbäume). Höhlt Fäule den Kern aus, bleibt die Standfestigkeit dennoch oft erhalten – entscheidend ist die Restwandstärke.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kern- und Splintholz?
Splintholz ist außen, lebend und leitet Wasser. Kernholz ist innen, nicht mehr wasserleitend, oft dunkler und durch eingelagerte Stoffe besonders fest und fäuleresistent.
Ist ein Baum mit faulem Kern instabil?
Nicht zwangsläufig. Eine Röhre trägt viel Last. Solange außen genug gesunde Restwand bleibt (Faustregel t/R > 0,3), kann ein kernfauler Baum standsicher sein.