Die wichtigste Regel des Obstbaumschnitts passt in einen Satz: Steil und hoch wächst stark, flach und tief trägt. Wer diese Saftwaage versteht, steuert seinen Baum.
Was die Saftwaage besagt
Die Saftwaage ist eine Erfahrungsregel: Je steiler ein Trieb steht und je höher seine Spitze, desto kräftiger wächst er; flach gestellte, tiefer hängende Triebe wachsen ruhiger und bilden mehr Fruchtholz. Der Baum verteilt seine Kraft entlang dieser „Waage“.
Wie man sie nutzt
Im Schnitt steuert man damit gezielt: Einen zu schwachen Leitast stellt man steiler oder kürzt ihn weniger ein, einen zu starken bindet man flacher oder leitet ihn ab. So hält man alle Leitäste etwa gleich stark und die Krone ausgewogen.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Saftwaage beim Obstbaumschnitt?
Die Regel, dass steile, hohe Triebe stark wachsen und flache, tiefe Triebe schwächer wachsen, aber mehr tragen. Über die Triebstellung steuert man so Wuchs und Ertrag.
Wie nutze ich die Saftwaage praktisch?
Schwache Äste stellt man steiler oder kürzt sie weniger ein, starke bindet man flacher oder leitet sie ab. So bleiben die Leitäste gleich stark und die Krone ausgewogen.