Die Achillesferse jedes Baumes liegt direkt über dem Boden: der Wurzelhals. Wird er verletzt, zu tief gepflanzt oder verdichtet, beginnt hier oft das Ende – denn die gefährlichsten Pilze setzen genau dort an.
Wo der Wurzelhals sitzt
Der Wurzelhals (Stammfuß) ist der Übergang vom Stamm in die Wurzeln an der Bodenoberfläche, oft sichtbar an den verbreiterten Wurzelanläufen. Diese Anläufe verankern den Baum und leiten die Kräfte in den Boden.
Warum er so empfindlich ist
- Zu tiefe Pflanzung oder aufgeschütteter Boden lassen den Wurzelhals faulen.
- Bodenverdichtung durch Befahren raubt den Wurzeln Luft.
- Verletzungen (Anfahren, Mäharbeiten) öffnen Eintrittspforten.
- Viele gefährliche Stammfußpilze (Brandkrustenpilz, Hallimasch, Riesen- und Lackporling) setzen genau hier an.
Kontrolle
Weil hier über die Standsicherheit entschieden wird, ist der Stammfuß ein Schwerpunkt jeder Baumkontrolle. Er sollte freiliegen und darf nicht durch Erde, Mulchberge oder Beläge verschüttet werden.
Häufige Fragen
Warum ist der Wurzelhals so empfindlich?
Weil dort der Saftstrom umgelenkt wird, die Kräfte in den Boden gehen und viele Schadpilze ansetzen. Verdichtung, zu tiefe Pflanzung und Verletzungen können hier schwere Schäden auslösen.
Darf der Stammfuß mit Erde bedeckt werden?
Nein. Ein verschütteter oder zu tief gepflanzter Wurzelhals fault leicht. Der Stammfuß sollte freiliegen und belüftet sein.